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Schule macht Kinder krank.

Schadstoffbelastung in Grundschule

 

Sachsen-Anhalt

Luftmessung in einer Grundschule

Görzig Radegaster Straße 11a

06369 Südliches Anhalt 

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Alle Korrespondenzen zwischen Beschwerdeführenden und Behörden finden Sie hier.

 Für "angeblich unentschuldigt" gefehlt und 3 Kinder 600 Euro Bußgeld.

So wird telefonisch von Herrn Merklein am 16.11.2015 - 11:32 Uhr gedroht,

Zitat... falls Sie mich weiterhin in Ihrer Webseite als "Ortsbürgermeister von Wulfen" darstellen werden Sie mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Ich habe ihnen nicht erlaubt meinen Namen in der Webseite bildungsserver.info zu nennen... "wir" werden Ihren Provider informieren... Zitat ende.

Wer ist denn "wir"?

Sehr geehrter Herr Merklein, wenn Sie Probleme mit dem Internet haben, dann weise ich darauf hin:  wer sich wie Sie im Internet abbildet, der will auch gefunden werden.

Sie bleiben mir noch die Antwort schuldig. Wie am 16.11.2015 , 12:05 Uhr woher Sie meine private Festnetznummer haben.

 

Grundschule Görzig –„Umweltschule in Europa“ - eine Schule im Grünen und eine „Schule mit Herz

Die vom Gesundheitsamt mehrfach angeforderte Luftmessung wurde bis zum heutigen Tag (21.09.2015) vom Bürgermeister an das Gesundheitsamt nicht übermittelt. Das Luftmessungsprotokoll war mit Datum vom 10.09.2015 bekannt.
(Auskunft vom Gesundheitsamt Stand: 21.09.2015)

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Luftmessung nur um ein einzelnes Klassenzimmer handelt. Ob diese Messungen stimmen kann nicht gesagt werden da der zu messende Raum zuvor belüftet wurde. Bereits seit Juli 2015 lag die Luftprobe bei öko-control GmbH Schönebeck, Burgwall 13 a, 39218 Schönebeck (Elbe) und erst mit Datum vom 03.09.2015 wurde die Messung ausgewertet.

Nach Anfragen von besorgten Eltern was nunmehr mit dem Ergebnis der Messung sei, heißt es seitens des Bürgermeisters (Südliches Anhalt) Herr Burkhard Bresch, Hauptstraße 31, 06369 Südliches Anhalt (OT Weißandt-Gölzau)

Zitat: uns wurde vorgeschlagen die Klassenräume ständig zu lüften, aber wir werden die Sanierung des Klassenraumes anstreben, wann dies sein wird kann nicht gesagt werden. Frau Lehmann bringt die Kinder desweilen in einen anderen Klassenraum unter. Auch sei angestrebt den danebenliegenden Klassenraum zu sanieren… Zitat ende.

Frage von Eltern: Bezieht sich die Kontaminierung nur auf einen Klassenraum oder auf mehrere?

Antwort des Herrn Bresch: Zitat. … Die Messung wurde nur in einem Raum vorgenommen und was mit den anderen Räumen ist kann ich nicht sagen. …Zitat ende

Frage von Eltern: Kann man das Messprotokoll erhalten?

Antwort des Herrn Bresch: Zitat … nein in keinem Falle ist eine Kopie in welcher Form auch immer von Mitarbeitern herauszugeben, da wir die Messung in Auftrag gaben und diese uns gehört. Eine Einsicht in das Protokoll jedoch ist möglich… Zitat ende.

Das wir nunmehr doch an das Messprotokoll gekommen sind verdanken wir einen gewissenhaften Mitarbeiter des Amtes. Wir freuen uns nunmehr dieses den Eltern der Kinder aus der Grundschule in Görzig offen legen zu können.

Im Übrigen wurden wir regelrecht aus dem Büro des Bürgermeisters Bresch rausgeworfen weil wir diesen mit den Giftstoffen konfrontiert hatten welche unsere Kinder krank machen. Auch auf die bitte hin uns das Messprotokoll zu kopieren damit die Kinderärztin sofort und gezielt behandeln kann wurde uns eine Kopie verweigert. Mit einem Lächeln im Gesicht kam vom Bürgermeister:

Zitat: … Die Kinderärztin kann uns anschreiben und nachfragen, wir werden dann schon die Unterlagen hinsenden und im Übrigen haben Ihre Kinder eine Schulpflicht… Zitat ende.

Wir gehen davon aus, dass Herrn Bresch mehr die Schulpflicht interessiert als die Gesundheit der Kinder und des Lehrpersonals der Görziger Grundschule.

Wir weisen darauf hin, dass die Grundschule Görzig ein DDR Schultyp der Serie „Erfurt TS 66“ ist. Was bereits in dieser Schule saniert wurde konnte oder wollte uns der Bürgermeister Bresch ebenfalls nicht sagen. Nach seinen Angaben floss bereits schon genug Geld in den Kindergarten von Görzig und auch in die Grundschule. Was er jedoch mit „schon genug“ meinte teilte er uns nicht mit. Auch blieb er uns weiterhin die Antwort schuldig warum nicht in jeden Raum der Grundschule die Luftmessung durchgeführt wurde.

Da wir ebenfalls schulpflichtige Kinder in dieser Schule haben, aber die Gesundheit der Kinder uns wichtiger erscheint haben wir uns als Eltern entschlossen die Kinder bis zur Klärung aus dieser Schule zu nehmen. Wir werden das Schulamt informieren und um eine Umschulung bitten. Das Protokoll wurde von uns 1:1 von einer Fotokopie abgeschrieben.

Die Tabelle zum Protokoll des einen Klassenraumes finden Sie am Ende diese Seite!

Terpene

Terpene (z.B. alpha-Pinen, delta-3-Caren und Limonen) werden häufig als "natürliche" Lösemittel bezeichnet, sind aber trotzdem u.U. nicht harmlos. Sie stammen aus Tannen- und Fichtenholz und werden zunehmend in Lacken und Klebern eingesetzt. Limonen kommt u.a. in den Schalen der Zitrusfrüchte vor und wird als Zitrusduftersatz vielen Küchenprodukten (Wasch- und Spülmittel usw.) zugesetzt.

Aus zahlreichen Quellen in Innenräumen können Terpene freigesetzt werden. Weite Verbreitung und vielfältige technische Anwendungen im Haus findet Terpentinöl, das als Lösemittel in zahlreichen Produkten auch heute noch – und derzeit als Naturprodukt sogar wieder in steigendem Maße - zum Einsatz kommt. Weiterhin werden aus Terpentinöl zahlreiche Substanzen im großtechnischen Maßstab gewonnen, die dann wiederum in einer Fülle von alltäglichen Produkten eingesetzt werden. Für die Belastung der Innenraumluft mit Terpenderivaten können folgende Einsatzformen von Terpentinöl und der aus Terpentinöl gewonnenen Substanzen Bedeutung haben:

- als Lösemittel (Terpentinöl und Einzelkomponenten wie p-Cymol, p-Menthan),

- in Öl- und Alkydharzlacken und Lackharzen (z. B. Terpenphenole), - als Weichmacher,

- als Riech- und Geschmacksstoffe (z. B. Campher, Menthol und Limonen

- in Pharmazeutika und Desinfektionsmitteln (z.B. Menthol, Terpineol, p-Cymol),

- als Antioxidantien (z. B. Isobornylphenole),

- als Textilhilfsmittel (z. B. Terpineol).

In Untersuchungen zur Raumluftqualität ist den Terpenen und ihren Verwandten bisher keine besonders große Aufmerksamkeit geschenkt worden, da ihnen in den üblicherweise anzutreffenden Konzentrationen keine Bedeutung beigemessen wurde. Mit der Verbreitung von Naturmaterialien zur Innenraumausstattung und -gestaltung ist aber zumindest in Einzelfällen mit höheren Konzentrationen der Komponenten des Terpentinöls zu rechnen. Zumindest Limonen erwies sich bei den bisher in Deutschland durchgeführten Untersuchungen als weit verbreitet und ist bei einer Bilanzierung der Belastung mit FOV nicht außer acht zu lassen.

Terpene werden aber nicht nur von der lebenden Pflanze emittiert, sondern auch aus Holz und aus Holzwerkstoffen (insbesondere aus Nadelholz), die in Innenräumen verbaut sind. Zusätzlich zu der ubiquitär anzutreffenden Grundbelastung können neben den verschiedenen Terpentinöl-Produkten auch Holzwerkstoffe als Quellen in Innenräumen ganz erhebliche Beiträge zur Konzentration an isoprenoiden Verbindungen leisten.

Generell sind auch die Terpene und ihre Verwandten als lipophile Verbindungen zu sehen, die ein ähnliches Wirkungsspektrum aufweisen wie die bereits behandelten Kohlenwasserstoffe, d.h. es sind Einflüsse auf das Zentralnervensystem möglich. Narkotische und neurotoxische Wirkungen sind bei erhöhten Konzentrationen festzustellen.

Bei der Aufnahme akut toxischer Dosen sind Schädigungen von Leber und Niere beobachtet worden. Allerdings liegen die üblicherweise in Innenräumen anzutreffenden Konzentrationen der Terpene um Größenordnungen unter dem Niveau, bei dem akut toxische Wirkungen zu befürchten wären.

Limonen alpha-Pinen delta-3-Caren + - Camphen Menthol Campher  

Limonen

Limonen gehört zu der Gruppe der Terpene und ist Bestandteil vieler Farben und Lacke. Terpene haben eine stark hautreizende Wirkung und besitzen hohes allergenes Potential. Einflüsse auf das Zentralnervensystem sind möglich, narkotische und neurotoxische Wirkungen sind bei erhöhten Konzentrationen festzustellen. Es kann zu Reizungen der Atemwege kommen. Leider haben die Terpene heutzutage wieder an Bedeutung gewonnen, da sie Bestandteile vieler "Bio"-farben, -lacke, -öle und -wachse sind.

Limonen gehört nach den Ergebnissen des Umwelt-Survey des Bundesgesundheitsamts zu den in Innenräumen mengenmäßig bedeutsamsten Verbindungen, was wohl v.a. auf seine Beliebtheit als Duftstoff zurückzuführen ist.

alpha-Pinen

Alpha-Pinen wird in ätherischer Ölen und Duftstoffen, die in Putz- und Reinigungsmitteln sowie in Naturprodukten (z.B. Terpentinöl) enthalten sind, eingesetzt. Alpha-Pinen kommt außerdem in Holz und Holzwerkstoffen vor. Einflüsse auf das Zentralnervensystem sind möglich, narkotische und neurotoxische Wirkungen sind bei erhöhten Konzentrationen festzustellen.

Der Gehalt an alpha - und beta -Pinen in der Innenraumluft ist somit auch in gewissem Maße ein Charakteristikum der Baukultur. In Finnland wird Holz sehr häufig im Wohnungsbau und in der Wohnungsausstattung eingesetzt. Es ist daher nicht überraschend, daß eine in Finnland durchgeführte Studie von SAARELA et al. zeigte, daß in der Raumluft aller 19 untersuchten Wohngebäude alpha -Pinen zu finden war, und zwar in einer durchschnittlichen Konzentration von 14,2  ug/m3 bei einem Maximum von 37,4 ug/m3. Gleichermaßen weit verbreitet sind in den finnischen Wohnhäusern nur noch die Lösemittel Toluol und Xylol. Ähnliche Ergebnisse haben auch FELLIN und OTSON in Kanada erhoben, wo ebenfalls die Holzbauweise weit verbreitet ist. In einem breit angelegten Untersuchungsprogramm, in das 754 Wohnhäuser bzw. Wohnungen, die nach einem Zufallsverfahren ausgewählt worden waren, einbezogen wurden, erwies sich a -Pinen als eine der am häufigsten gefundenen FOV, die neben Toluol, n-Decan, Dichlormethan, 1,4-Dichlorbenzol und Limonen auch zu den Verbindungen mit den höchsten Innenraumkonzentrationen zählte. Die Durchschnittswerte zeigten eine gewisse jahreszeitliche Variation, die für a -Pinen zwischen 14,1 ug/m3 (im Sommer) und 24,2  ug/m3 (im Winter) sowie für Limonen zwischen 8,6 ug/m3 (im Sommer) und 30,3 ug/m3 (im Winter) lag.

Delta-3-Caren

Delta-3-Caren ist in Naturprodukten (z.B. Terpentinöl) anzutreffen. Gesichert ist die sensibilisierende Wirkung bei Mensch und Tier.

+ - Camphen 

+ - Camphen ist ein Inhaltsstoff von Terpentinöl, Desodoranzien und Duft ölen. Sensibilisierende Wirkungen beim Menschen sind nicht bekannt. Menthol

Menthol kommt in vielerlei Präparaten (z.B. Einreibemitteln) vor. Menthol gilt als Auslöser leicht rauschhafter Zustände.

Campher

Campher wird in ätherischer Ölen und Duftstoffen, die in Putz- und Reinigungsmitteln sowie in Naturprodukten (z.B. Terpentinöl) enthalten sind, eingesetzt. Campher kann bei inhalativer Aufnahme Vergiftungserscheinungen auslösen. Weiterhin sind bei Verwendung Campher haltiger Produkte (z.B. Mottenmittel) gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt worden.

Toxikologie

Benzol

Benzoldämpfe sind beim Einatmen giftig; die Symptome akuter Vergiftungen treten erst bei relativ hohen Konzentrationen ein. Leichte Vergiftungen äußern sich in Schwindelgefühl, Brechreiz, Benommenheit und Apathie. Bei einer schweren Vergiftung kommt es zu Fieber und Sehstörungen bis hin zu vorübergehender Erblindung und Bewusstlosigkeit. Bei der so genannten Benzolsucht, die beim Einatmen von Benzol eintreten kann, kommt es zu Trunkenheits- und Euphoriegefühlen. Benzol kann bei längerer Einwirkung auf den Organismus zum Tod führen.

Die Giftwirkung ebenso wie die karzinogene Wirkung als Klastogen ist auf die Bildung eines karzinogenen Metaboliten zurückzuführen. Im Körper wird Benzol enzymatisch am Ring oxidiert. Das entstehende hochreaktive Epoxid (Arenoxid) reagiert mit zahlreichen biologischen Verbindungen und kann auch das Erbgut schädigen bzw. Protein-Addukte bilden. Das Arenoxid wird weiter zu Phenol metabolisiert. Durch Hydrolasen kann das hochreaktive Arenoxid auch zum trans-1,2-Dihydrobenzol-1,2-diol weiter reagieren. Außerdem kann das Arenoxid reversibel zum Oxepin umlagern. Diese Weiterreaktionen verlaufen nicht-enzymatisch.Eine langzeitige Aufnahme kleinerer Benzolmengen führt vor allem zu Schädigungen der inneren Organe und des Knochenmarks. Letzteres resultiert in einer Abnahme der Zahl der roten Blutkörperchen (Anämie), was sich in Herzklopfen, Augenflimmern, Müdigkeit, Schwindel, Blässe und Kopfschmerzen äußert. Benzol wird im Gehirn, Knochenmark und Fettgewebe gespeichert. Es wird nur langsam über die Niere ausgeschieden. Der Abbau erfolgt über verschiedene Umbauprodukte wie das Brenzcatechin, Phenol, Hydrochinon und Benzochinon. Das Hauptausscheidungsprodukt ist schließlich die Phenylmercaptursäure (N-Acetyl-S-phenyl-cystein).

Bei zwei Prozent Luftvolumenanteil Benzol in der Atemluft kommt es nach fünf bis zehn Minuten zum Tod. Die akute letale Dosis (oral) beträgt beim Menschen 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Zwischen einem Luftvolumenanteil von 1,4 bis 8 Prozent bildet Benzol explosive Gemische.

Benzol ist aufgrund dieser Gefahren mit besonderer Vorsicht zu handhaben. Benzol muss bei 15 °C bis 25 °C gelagert werden. Der TRK-Wert lag bei 1 Milliliter pro Kubikmeter Luft (bzw. 3,25 mg/m3 Luft). Jede Exposition gegenüber Benzol sollte möglichst vermieden oder verringert werden; vor dem Gebrauch von Benzol sind besondere Anweisungen einzuholen. Bei Unfall oder Unwohlsein sollte sofort ein Arzt hinzugezogen werden. Orte, an denen Benzol austritt oder austreten könnte, sollten sofort verlassen und nur in Vollschutzanzügen wieder betreten werden. Benzol ist stark wassergefährdend.

Butanol

Butanol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Alkohole. Von diesem aliphatischen Alkohol gibt es 4 Isomere (1-Butanol, 2-Butanol, Iso-Butanol und tertiär Butanol. Butanole sind farblose, klare Flüssigkeiten mit charakteristischem Geruch, die mit Wasser nur sehr begrenzt mischbar sind, mit Ottokraftstoff aber in jedem Verhältnis. Der Energieinhalt von Butanol liegt unter dem von Ottokraftstoff ist aber deutlich höher als der von Ethanol.

Naphthalin

Naphthalin (von griechisch naphtha = Erdöl) ist ein farbloser Feststoff mit der Summenformel C10H8, der schon bei Raumtemperatur sublimiert. Es ist ein bicyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit charakteristischem Geruch nach Teer. Naphthalin ist gesundheitsschädlich und umweltgefährlich

 

Gewinnung und Verwendung

Naphthalin wird aus der Mittelölfraktion des Steinkohlenteers (bis zu 11 Prozent), sowie Braunkohlen- und Holzteer, Crackgasöl oder auch aus Kohle, wenn diese verkokt wird, gewonnen. Im Steinkohleteer ist es mengenmäßig die größte Komponente. Es kommt auch in Petroleum und anderen fossilen Energieträgern vor und entsteht auch bei der Verbrennung von Holz oder Tabak. Naphthalin wird von Gaswerksstandorten und Holzimprägnierwerken emittiert, des Weiteren entsteht es auch auf Mülldeponien.

Naphthalin war früher der Hauptbestandteil von Mottenkugeln, wird aber heute wegen seines unangenehmen Geruchs oft durch andere Substanzen ersetzt. Des Weiteren ist, wie man heute weiß, Naphthalin kaum insektizid wirksam. Es sind sogar Fälle bekannt, dass Insekten das Fressen von Naphthalin unbeschadet überstanden haben sollen. (Unter Chemikern heißt es, um Motten mit Naphthalin abzuwehren, besorge man sich eine Schleuder und erschieße die Motten mit den Mottenkugeln.) Es kam auch in dem Anfang des 20. Jahrhunderts verwendeten Leuchtgas vor und verstopfte oft die Gasleitungen, da es sich als Feststoff abschied. Trotz seines gesundheitlichen Gefährdungspotentials wurde es zum Beispiel medizinisch zur Darmdesinfektion verwendet.

Hauptsächlich wird es zur Synthese des Phthalsäureanhydrids benötigt, welches zu Lösungsmitteln, Kunststoffen und Kraftstoffen weiterverarbeitet wird. Es wird auch zur Herstellung der Lösemittel und Kraftstoffzusätze Decalin und Tetralin benötigt, für die Herstellung von Azofarbstoffen, zur Synthese des Holzschutzmittels Chlornaphthalin, von Insektiziden (Carbamaten) sowie von PVC-Weichmacher-Zwischenprodukten. Es wird außerdem zur Herstellung von Alkylnapththalinsulfaten benötigt, welche als Seifen benutzt werden. Weitere industriell wichtige Abkömmlinge sind die Naphthole, Bromnaphthaline, Naphthylamine und Nitronaphthaline.

1987 wurden ungefähr eine Million Tonnen Naphthalin produziert. West-Europa ist mit 250.000 Tonnen der Hauptproduzent des Naphthalins, dann folgen Ost-Europa (200.000 Tonnen), Japan (200.000 Tonnen) und die USA (125.000 Tonnen).

Gefahren und Metabolismus

Die letale Dosis (oral) liegt für den Menschen bei 5 g. Naphthalin führt auf der Haut zu starken Reizungen und zur Dermatitis. Naphthalin kann die roten Blutzellen schädigen. Beim Einatmen kann es zu Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen und Übelkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszuständen führen. Bei Einnahme führt es zu Magen-Darm-Störungen, Atemlähmung, Krämpfen und Tremor. Es ist trotz seiner geringen Löslichkeit in Wasser wassergefährdend (WGK 2). Eine Schädigung der Augenhornhaut, der Leber und Nieren ist durch Naphthalin möglich. Zwischen einem Luftvolumenanteil von 0,9 bis 5,9 Prozent bildet es explosive Gemische. Eine krebserregende Wirkung des Naphthalins wird vermutet.

In den Mikrosomen der menschlichen Leberzellen wird Naphthalin von Cytochrom P450 metabolisiert. Die Oxidation führt über die kurzlebige Epoxid-Zwischenstufe zu den primären Metaboliten:

  • trans-1,2-Dihydro-1,2-Naphthalindiol ("Dihydrodiol")
  • 1-Naphthol und
  • 2-Naphthol

Der Cytochrom Untertyp CYP1A2 erzeugt dabei v.a. das Dihydrodiol und 1-Naphthol, während der Untertyp CYP3A4 im Wesentlichen 2-Naphthol produziert. Als sekundäre Metaboliten entstehen aus 2-Naphthol direkt 2,6- und 1,7-Dihydroxynaphthalin. Dagegen werden Dihydrodiol und 1-Naphthol nicht weiter in den Mikrosomen abgebaut.

 

Interessante Links zu Schadstoffe Toxikologie, chronische Krankheiten und wie Behörden und Gutachter damit umgehen. (PDF)
  Schadstoffe / Wohngifte - Baubiologische Richtwerte SBM-2015 © by Baubiologie Berlin 2015 (PDF)
   
  AGÖF-Orientierungswerte für flüchtige organische Verbindungen in der Raumluft
  Lern- und Verhaltensstörungen bei Kindern – ein Schadstoffproblem? (PDF)
   

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Bitte beachten Sie, dass uns das Protokoll der Bodenprobe nicht vorliegt. Uns wurde mitgeteilt, dass es eine nicht unerhebliche Belastung in den Fußboden der jeweiligen gemessenen Unterrichtsräume gibt. Unter anderen der Schadstoff PCB (Die akute Toxizität von PCB ist gering, wohingegen eine chronische Toxizität schon bei geringen Mengen festzustellen ist.).

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Sollten Tippfehler zwischen Fotokopie und obiger Tabelle vorgekommen sein bitten wir dies zu entschuldigen.

Eingestellt: 14.09.2015

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